13.02.1768

Auf der Speckenbacher Versammlung beschließen Abgeordnete der Lutherischen im Kirchspiel Wipperfürth von dem bergischen Herzog Karl Theodor ( 1742-1799) die Genehmigung für eine evangelischen Gemeindegründung zu erbitten. Als zentraler Kirchenort wird Niederklüppelberg gewünscht.

29.08.1788

Der Landesherr Karl Theodor vergibt den Lutherischen die gwünschte Konzession zur Gemeindegründung. In die Freude über diese Genehmigung mischt sich als Wermutstropfen der Auftrag des Herzogs, den kirchenbau in Wippefürth zu errichten.

18.12.1788

Im Hause Reinshagen am Wipperfürther Marktplatz wird das erste Presbyterium, damals Consistorium genannt, gewählt. Zusätzlich zu den acht Presbytern werden vier Baudeputierte ernannt.

28.04.1789

Das Presbyterium erwählt aus mehreren Kandidaten Johann Friedrich Vogt zum ersten Pfarrer der Gemeinde.

1791-1795

Über diese Jahre erstrecken sich Planung und Bau der ersten evangelsichen Kirchen, die am Marktplatz in Wipperfürth errichtet wird.

03.09.1795

Beim großen Stadtbrand werden außer sieben neu errichteten Wohhäusern alle Gebäude innerhalb der Stadtmauern von den Flammen ergriffen. Auch die gerade fertiggestellte lutherische Kirche sinkt in Schutt und Asche. Der lutherischen Gemeinde bleibt eine große Schuldenlast.

08.12.1797

In Niederklüppelberg treffen sich die lutherischen Haushaltsvorstände zu einer Vereinbarung, die Karl Theodor anfleht, die Verlegung des lutherischen Kirchensitzes nach Niederklüppelberg zu genehmigen.

08.03.1802

Die Gemeinde erhält von dem neuen Landesfürsten Maximilian Josef die Konzession für den Kirchensitz in Niederklüppelberg.

22.03.1802

An diesem Tag wird der erste Gottesdienst in Niederklüppelberg gefeiert. Er muß auf freiem Felde stattfinden, doch der Bau einer Notkirche geginnt schon in diesem Jahr, ebenfalls die Anlage eines Friedhofes. Der Schollenbachhof wird als Pastoratsgut erworben. Zum ersten Lehrer und Kantor wird Nikolaus Wellenbeck gewählt.

1808

Die politische Lage hat sich gewandelt. das Bergische Land kommt nach schweren Kriegsjahren unter französische Verwaltung. Die Zivilgemeinde Klüppelberg wird gegründet.

1815

Das Bergische Land wird preußisch. Der Kreis Wipperfürth wird gegründet.

1821 -1828

Pastor Vogt besorgt zusätzlich die Amtsgeschäfte der vakanten Pfarrstelle in Rönsahl.

15.02.1827

Das Strohdach der Notkirche in Niederklüppelberg bricht unter einer Schneelast zusammen. Die Gemeinde ist wieder ohne Versammlungsraum. Alle Gemeindeglieder stimmen für den Bau einer neuen Kirche.

1829

Ab Pfingsten 1829 findet der Gottesdient in Claswipper statt. Ein großer Saal wurde zur Notkirche umgestaltet.

04.04.1829

Nach Anfertigung eines Bauplans wird die Kirche auf einem Grundstück in Claswipper eingemessen.

25.06.1829

Aus Berlin kommt die Order, die Bauarbeiten einzustellen. Über den Kirchenstandort will die Regierung neu entscheiden.

1830

In Oberklüppelberg wird von der Kirchengemeinde ein geräumiges Schulgebäude errichtet.

04.03.1833

Der preußische König Friedrich Wilhelm III. bestimmt Claswipper zum Standort des Kirchenbaus.

31.10.1834

Die Arbeiten für den Neubau werden von dem kommunalbaumeister Gottfried Brunner ausgeschrieben.

07.04.1835

An diesem Tag erfolgt die feierliche Grundsteinlegung für die evangelsiche Kirche zu Claswipper.

10.01.1837

Nach Abschluß der Bauarbeiten wird der Kirchenschlüssel dem Presbyterium ausgehändigt.

13.02.1837

In Claswipper findet der feierliche Einweihungsgottesdienst statt.