Vorstellung der neuen Presbyter

Ulla Mürmann

MueIch heiße Ursula Mürmann, habe zwei erwachsene Söhne und wohne mit meinem Mann in Marienheide an der Lingese Talsperre.

Aufgewachsen bin ich in Klaswipper, bin dort zum Kindergottesdienst und in den Jugendkreis gegangen. Später habe ich dann selbst Kindergottesdienst und Jungscharkreise betreut. Von daher habe ich mich mit der Kirchengemeinde Klaswipper immer schon sehr verbunden gefühlt.

Heute engagiere ich mich im Besuchsdienstkreis und besuche ältere Gemeindemitglieder zu ihrem Geburtstag. Oft werden dabei Fragen gestellt zur Kirche, zu allgemeinen Themen oder ich höre einfach nur zu, was die Menschen auf dem Herzen haben. Diese Arbeit bereitet mir sehr viel Freude und ich finde es auch sehr wichtig, dass ältere Mitmenschen zu Wort kommen und wir ihnen unser Ohr schenken.

Presbyterium, Ältestenrat – gemeinsam mit dem Pfarrer für die Gemeinde zu deren Wohl entscheiden in finanzieller und geistiger Hinsicht. Der Gemeinde ihr Gesicht geben, sie vertreten nach außen, ihre Lebendigkeit erhalten.

Ja, und dann sind da wahrscheinlich noch die vielen kleinen und großen Dienste des Presbyteriums im alltäglichen Gemeindeleben, die erledigt sein wollen.

Für diese wichtige Arbeit wünsche ich mir ein faires Miteinander, das jeder nach seinen Fähigkeiten eingesetzt wird zum Wohle des Ganzen.

Ich freue mich auf diese neue Aufgabe und auf Sie!

Detlef Segler

SeGeboren wurde ich in Niederklüppelberg. Zu meiner Familie gehören neben meiner Frau Birgitt unsere drei erwachsenen Töchter. Ich habe eine Ausbildung zum Eisenbahnbeamten absolviert und arbeite als Sachbearbeiter bei der Krankenkasse der Bundesbeamten. Ich spiele gerne Tischtennis und singe im Gospelchor. Ich arbeite bereits seit zwei Jahren als Presbyter im Presbyterium mit. An der Arbeit gefällt mir besonders die persönliche Begegnung mit den Gemeindegliedern bei den vielfältigen Veranstaltungen.

 

Ferdinand Braun

Ich heiße Ferdinand Braun, bin den meisten Mitgliedern unserer Gemeinde aber wohl eher als „Ferdi“ bekannt.

Ich bin 30 Jahre alt und lebe in Wipperfürth. Aufgewachsen bin ich in Kreuzberg, daher kenne ich unsere Gemeinde Klaswipper bereits seit vielen, vielen Jahren.

Seit meiner Konfirmation bin ich vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit tätig. Konfifreizeiten, Kirchentage, Jugendcamps, Mitarbeiterschulungen und nicht zuletzt 14 Jahre in Folge Kids In Action! Jetzt freue ich mich auf weitere, spannende Aufgaben in der Gemeinde und eine aufregende Zeit.

Ruth Voigtländer

Mein Name ist Ruth Voigtländer und ich wurde 1953 in Calvörde geboren. In Hückeswagen verbrachte ich meine Jugendzeit, bis ich zum Studium nach Bonn zog. Dort studierte ich Biologie und Deutsch für das Lehramt Grund- und Hauptschule. Meine Arbeit mit den Jugendlichen an der Hauptschule machte mir in all den Jahren viel Spaß. Aus meiner ersten Ehe habe ich einen erwachsenen Sohn. Heute lebe ich mit meinem zweiten Ehemann in Wipperfürth, Niederwipper.

Elisabeth (Elma) Wirtz.

Mein Name ist Elisabeth (Elma) Wirtz. Ich bin 65 Jahre alt und gebürtig aus den Niederlanden. 1982 bin ich nach Marienheide gezogen und seit 1991 lebe ich mit meiner Familie in Klaswipper.

Bis zu meinem Rentenantritt im Laufe dieses Jahres arbeite ich als Med. Techn. Assistentin in einem Labor in Leverkusen.

Leider konnte ich mich berufsbedingt (Wechselschicht und Wochenddienste) nicht so in der Kirche einbringen und möchte jetzt, wo ich mehr Zeit habe, mich als Presbyterin für unsere Gemeinde engagieren.

Mitarbeiterpresbyter Rüdiger Hentze

HeIch bin Rüdiger Hentze, lebe mit meiner Frau Anja seit 1992 in der Gemeinde und arbeite seither als Diakon in dieser Gemeinde. Unsere beiden Töchter Sarah und Lea wurden in unserer Gemeinde getauft und konfirmiert und befinden sich zurzeit beide im Studium. Meine Schwerpunkte sind die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die Begleitung der Kindertagesstätte und der Grundschulen durch Gottesdienste und Kontaktstunden und die Arbeit mit Konfirmanden. Die Öffentlichkeitsarbeit, also Pflege der Internetseite, Erstellung des Gemeindebriefs und Gestaltung der Schaukästen, gehört genauso wie das Mirtwirken in den verschiedensten Gremien und Ausschüssen zu meinen Aufgaben. Gemeinsam mit meinen Pfarrkollegen teilen wir uns die Pastorale Arbeit in der Gemeinde auf. Mit einem geringen Stundenumfang betreue ich das Krankenhaus Wipperfürth Seelsorgerlich. Mir ist es wichtig, neben der Pflege des Bewährten neue Möglichkeiten zu entwickeln, um Menschen für den Glauben und die Gemeinde anzusprechen.

1.     Grundsätzliches

Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) ist presbyterial-synodal geordnet, mit anderen Worten: Nicht nur Geistliche sind befugt, die Gemeinde zu leiten, sondern grundsätzlich alle Getauften.

Die Gemeinde leitet sich also selbst, Kirche wird von unten her gebildet. Alle vier Jahre wählt die Gemeinde Menschen, die bereit sind, dieses schöne und verantwortungsvolle Ehrenamt auszuüben, zu Presbyterinnen und Presbytern. Gemeinsam mit den Pfarrerinnen und Pfarrern bestimmen sie über Prioritäten und Aufgaben, entscheiden über die Finanzen und Personal. Sie geben ihrer Gemeinde das Gesicht – auch in geistlicher Hinsicht, denn sie bestimmen (zum Beispiel) über die Gottesdienstordnung ihrer Gemeinde.

Das Presbyterium ist also kein Aufsichtsrat oder Kuratorium, sondern ein Leitungsgremium, das seine Entscheidungen immer auch an geistlichen Kriterien orientiert: Dient es zum Guten? Baut es auf? Die Kriterien, die Paulus für die Entscheidung in Gewissensfragen nennt (1. Kor. 10, 23), gelten auch für die Beratungen im Presbyterium. Darum empfinden viele Presbyterinnen und Presbyter ihr Amt (bei allen Anforderungen und Anstrengungen, die damit verbunden sind) als Bereicherung.

Zur Stärkung der geistlichen und fachlichen Kompetenz der Gemeindeleitungen bietet die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) Fortbildung für Presbyterien an.

 2.     Weiterführende Informationen

Das Presbyteramt ist nach evangelischem Verständnis ein geistliches Amt.

Herleitung des Wortes:

Griechisch „Presbyteros“ = Ältester. Daraus entwickelte sich das deutsche Wort „Priester“ (althochdeutsch „Prestar“, niederdeutsch „Preester.“ Das Presbyteramt hat einen geistlichen Kern.

Biblische Grundlagen:

1. Petrus 5, 1+2: „Weidet die Herde Gottes, die euch anvertraut ist.“ Die Ältesten werden zum Hirtenamt beauftragt (Hirte – lateinisch: Pastor). Dieser Text ist Lesungstext bei der Einführung von Presbyterinnen und Presbytern.

Jakobus 5. 14: „Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl…“ – Seelsorglicher Dienst, Fürsorge für Seele und Leib.

1. Timotheus 5,17: „Die Ältesten… (mühen sich) im Wort und in der Lehre.“ – Verkündigungs- und Lehrauftrag.

Apostelgeschichte 20, 17 und 21, 18: Paulus bespricht sich mit den Ältesten – diese haben ein Leitungsamt, das außerdem Vorbildcharakter hat (1. Petrus 5, 3).

Wichtig: Das Leitungsamt wird in Gemeinschaft, kollegial, wahrgenommen. 1. Petrus 2, 9: Die Gemeinschaft der Getauften, nicht der und die Einzelne, wird als „königliche Priesterschaft“ bezeichnet.

Historisches:

Nachdem im Laufe der Kirchengeschichte das Geistliche lange den Klerikern vorbehalten war, entdecken die Reformatoren das geistliche Leitungsamt für die „Laien“ wieder. Luther betont eher den Gedanken von Priestertum aller (getauften) Gläubigen. Calvin entwickelt in Anknüpfung an 1. Korinther 12, 3-8 eine regelrechte Lehre von den Ämtern: Pastor/Pastorin, Älteste, Lehrer/Lehrerin und Diakon/Diakonin. Die Inhaberinnen und Inhaber dieser Ämter teilen sich den einen geistlichen Dienst der Gemeindeleitung und des Gemeindeaufbaus.

Luther: Was „aus der Taufe gekrochen ist, das mag sich rühmen, dass es schon zum Priester, Bischof und Papst geweiht sei.“ (Martin Luther: An den christlichen Adel deutscher Nation [1520] – In: Münchner Ausgabe, Ausgewählte Werke, hg. von H.H. Borcherdt und Georg Merz, Zweiter Band, München 1962, S 88.)

Calvin: „Aus der Ordnung der Presbyter (‚Priester‘) wurden nämlich (in der alten Kirche) teils (1.) die Hirten und Lehrer erwählt; der übrige Teil hatte (2.) die Leitung bei der Aufsicht über den Lebenswandel und bei der Zuchtübung: (3.) den Diakonen war die Fürsorge für die Armen und die Verteilung der Almosen anvertraut.“ (Institutio 4,1)

Fazit:

„(Seit) der Reformationszeit ist die presbyterial-synodale Ordnung der Aufgabe der Verkündigung des Evangeliums und der Gestaltwerdung der Christusherrschaft zugeordnet, also auf Lehre und Leben bezogen. Zur Wahrnehmung der presbyterial-synodalen Ordnung gehört demnach die Bindung an den damit bezeichneten Auftrag, den Christus seinen Jüngerinnen und Jüngern hinterlassen hat. Die presbyterial-synodale Struktur ist getragen von der Einheit dieses Auftrages in verschiedenen Ämtern und auf verschiedenen Verantwortungsebenen und gestaltet insofern die Einsicht in den priesterlichen Charakter des ganzen Gottesvolkes“.

3.     Das Presbyterium der Ev. Kirchengemeinde Klaswipper

Das Presbyterium der Evangelischen Kirchengemeinde Klaswipper besteht seit der Presbyteriumswahl 2012 aus 9 Mitgliedern; die Stelle des Mitarbeiterpresbyters ist vakant. Dieses sind:

Pfarrer Thomas Ruffler (Vorsitzender des Presbyteriums), Detlef Segler (Stellvertretender Vorsitzender des Presbyteriums), Wilfried Storb (Finanzkirchmeister), Karola Fastenrath, Marianne Scheil, Doris Schmidt, Detlef Segler, Karin Stephanow und Jochen Wirtz

Für seine Arbeit hat das Presbyterium folgende Ausschüsse eingerichtet: Finanzausschuss, GuTh-Ausschuss (Gottesdienst und Theologie), Öffentlichkeitsausschuss, Jugendausschuss, Bauausschuss, Diakonieausschuss, Kiga-Ausschuss, KU-Ausschuss, Ausschuss Mission und Ökumene, Ausschuss Friedhofswesen, Gemeinsamer Ausschuss, Kirchenmusikalischer Ausschuss.

Darüber hinaus sind AnsprechpartnerInnen für verschiedene Ämter und Aufgabenbereiche benannt worden.