Autor: tilman (Seite 1 von 7)

Podcast zum 1. Advent

Podcast zum 1. Advent

NOVEMBERGRUSS

Liebe Leserinnen und Leser,

seit über 700 Jahren ist er im Dom zu Bamberg zu bewundern: der Bamberger Reiter. Auch wir stehen in den Herbstferien vor diesem perfekten Reiterstandbild eines bis heute unbekannten Künstlers. Ein geheimnisvoller königlicher Reiter, hoch oben an einer steinernen Säule schwebend und damit dem zu seinen Füßen begrabenen Kaiserpaar Heinrich und Kunigunde huldigend. Treue und Ehrerbietung, aber auch Stolz und Selbstbewusstsein. Beide Aspekte schienen sich im Reich der Staufer nicht auszuschließen. Im für uns oft schaurigen Mittelalter hatte alles seine Ordnung und es gab klar definierte Werte. Auch wenn wir das heute manchmal vermissen – wir möchten nicht dahin zurück. 

Heinrich II und Kunigunde waren ein berühmtes Herrscherpaar. Sie galten schon zu Lebzeiten als fromm und gerecht. Sie stifteten viele berühmte Kirchen, Klöster und Hospitäler. Damals war das allerdings nicht nur ein Ausdruck der Nächstenliebe und Dankbarkeit, sondern auch der Macht. Und ganz wichtig: Man kaufte sich frei vor Gott. Je mächtiger man war, desto mehr konnte man sich frei kaufen von aller Schuld (und hatte natürlich auch mehr Grund dazu). Der Weg dahin ging über die Kirche. Durch ihre Stiftungen erwarteten sich auch Heinrich und Kunigunde den Freispruch Gottes für ihre Sünden. Sie wurden beide heilig gesprochen. 

Auch der Bamberger Reiter kann Anfang des 13. Jhdts. nur von reichen und mächtigen Menschen gestiftet worden sein. Wie schön, dass das so war, sonst könnten wir ihn heute nicht bewundern. Und wieviel Werke der Nächstenliebe sind aus dem Wunsch von Menschen entstanden, sich von Gott aufgrund ihrer guten Taten freisprechen zu lassen. Aber: gerade haben wir uns an die Reformation erinnert. Und so halte ich es als Protestantin mit dem Pauluswort „ Gerecht gemacht also aus Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.“ (Rö.5,1/Einheitsübersetzung)

Herzliche November-Grüße 

Gabriele Ruffler, Pfarrerin

Aktuelles

Mit dem ökumenischen Spruch für den Monat Oktober grüßen wir Sie aus der evangelischen Kirchengemeinde:

„Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.“ (Hebr 10,24)

Was für eine schöne Aufforderung – und gleichzeitig: wie schwer ist das!
Wir lesen das gerne, weil wir uns eine solche Welt wünschen, in der Eine auf den Anderen aufpasst und gleichzeitig spüren wir schon beim Lesen, dass wir solche paradiesischen Zustände nie erreichen werden.
Aber das scheint auch in biblischen Zeiten schon ein Problem gewesen zu sein, sonst würden wir im Hebräerbrief nicht diesen Appell finden. 

Also: nichts ändert sich? Alles wie gehabt? Wie soll uns gelingen, was die Menschheit in Jahrhunderten nicht geschafft hat?

Ich bin mir da nicht so sicher. Klar, niemand von uns ist perfekt. Auch das wissen schon die ältesten Texte der Bibel. Aber wir alle wünschen uns, dass man auf uns achtgibt, dass wir wahrgenommen und nicht vergessen werden. Und wir brauchen die Gemeinschaft, das Miteinander. Das haben wir im Lockdown heftig zu spüren bekommen. 

Und weil das so ist, freuen wir uns, wenn wir auf einander achthaben dürfen und können, erfüllt es uns und macht uns zufrieden und glücklich. Und ich bin sicher, dass dieser „fromme Wunsch“ aus dem Monatsspruch vielfältiger und häufiger Wirklichkeit wird als wir alle glauben. 

Zur Gemeinschaft einladen möchten wir

in den sonntäglichen Gottesdiensten in Klaswipper um 11Uhr,
den Gottesdiensten am 10. und 24. Oktober in Kupferberg um 9.30 Uhr, 

im Erntedankgottesdienst am 3. Oktober in Klaswipper,
im Reformationsgottesdienst am 31. Oktober in Klaswipper um 11 Uhr,

am 5. Oktober ins Café Campanile in Kupferberg mit Kaffee und Kuchen

und am 6. Oktober zur Frauenhilfe mit dem Thema „Was passiert eigentlich im Gottesdienst?“ beim
Gemeindefrühstück am 21. Oktober im Gemeindehaus Klaswipper um 9 Uhr (bitte hier anmelden oder unter 02269 355 zu den Öffnungszeiten des Gemeindebüros).

Herzliche Grüße 

Gabriele Ruffler, Pfarrerin

Verabschiedung Ehepaar Hentze

Verabschiedung. Am 26.09. werden wir Anja und Rüdiger Hentze verabschieden. Beide gehen nach langjähriger Mitarbeit und Zugehörigkeit in und zu unserer Gemeinde in den Ruhestand und werden ihren Lebensmittelpunkt nach Ostfriesland verlagern. In einem Gottesdienst um 11 Uhr möchten wir uns von ihnen verabschieden und laden Sie sehr herzlich dazu ein. Auch dieser Gottesdienst findet Open Air auf einer Bühne vor der Kirche in Klaswipper statt. An diesem Tag entfällt der Gottesdienst in Kupferberg. 

Podcast zum 8. So. n. Trinitatis

Podcast zum 8. So. n. Trinitatis

Podcast zum 7. So. n. Trinitatis

Podcast zum 7. So. n. Trinitatis

Podcast zum 6. So. n. Trinitatis

Podcast zum 6. So. n. Trinitatis

Podcast zum 5. So. n. Trinitatis

Podcast zum 5. So. n. Trinitatis

Mittwochsgruß 30.06.

Podcast zum 4. So. n. Trinitatis

Podcast zum 4. So. n. Trinitatis

Ältere Beiträge